Orosei und Cala Ginepro, Führer und touristische Informationen

Das Meer ist das primäre Element, das hier im Golf von Orosei seit jeher das tägliche Leben bestimmt.

Im Sommer erblüht Orosei in tausend Farben und füllt sich durch die Anwesenheit der Feriengäste und der aus ganz Sardinien kommenden Einheimischen mit Leben. Dennoch wird das Meer das ganze Jahr über von zahlreichen begeisterten Anglern und Naturliebhabern sowie Wassersportlern aufgesucht. Der Meeresboden übt zum Beispiel eine große Anziehungskraft auf Diving- und Taucherfans aus: Genau gegenüber dem Strand des Ortes befindet sich das Relikt des deutschen Waffentransporters KT 12.
Allerdings fühlt man auch die Anwesenheit des Gebirges, das mit dem mächtigen und eindrucksvollen Monte Tuttavista seine Anwesenheit zeigt und auch durch die Gewinnung von Granit, der übrigens auch von bester und begehrtester Qualität ist, das sozialwirtschaftliche Leben beeinflusst.

Gerade die Anwesenheit des Bergs inspiriert die Trekking- und Climbing-Liebhaber, die von diesem angezogen werden und sich immer mehr an Tagesausflügen in das Innere des Landes erfreuen.

 

DER ORT
 

Die Altstadt ist sehr gepflegt und gut erhalten und weist ein kleines adliges Viertel auf, reich an eindrucksvollen Werken der ländlichen Architektur, die von den Häusern in den kleinen Gassen und den kleinen und mit Fresken verzierten Kirchen geschildert wird. Ohne Zweifel ist auf das Museum Guis hinzuweisen, in dem die Möglichkeit geboten wird, die Dauerausstellung sehr seltener alter Puppentheater und erste Ausgaben der sardischen Literatur zu besichtigen.
Auch die Archäologie bietet den interessierten Besuchern mit zahlreichen Fundstücken aus der Nuraghenzeit in dem Komplex „Sa Linnarta” verschiedene Zeugnisse, wo die Anwesenheit der heiligen Brunnen dem Ganzen einen Hauch Mystizismus verleiht.
Bei der ländlichen kleinen Kirche Santa Maria ‘e mare beginnt dagegen eines der typischsten Ereignisse, das die Seele von Orosei zeigt, bei dem die Statue der Heiligen in einer Prozession vom Ort am Fluss Cedrino entlang auf Booten bis zu der kleinen Kirche gebracht wird, an der ein Fest veranstaltet wird, auf dem kostenlos Meeresfrüchte und die Weine des Gebiets gekostet werden können.
 
GESCHICHTE
 
Die ersten Zeugnisse von der Existenz des Ortes Orosei gehen auf die Zeit zwischen 1100 und 1200 zurück. In der Zeit der Seerepubliken scheint Orosei eine Periode der Pracht kennengelernt zu haben. Sicherlich ist es dank seiner Position eine Kolonie der pisanischen Händler gewesen, die den Hafen bauten, von dem man der Ansicht ist, dass es noch zahlreiche versunkene Überreste gibt.
In diesem Zeitraum wird der Ort Orosei Sitz der Kurie des Judikats von Gallura und wird mit einem Schloss ausgestattet, das als Turm von Sant’Antonio immer noch vorhanden ist.